Ressourcenorientierter Umgang mit traumatisierten Kindern und Familien

Mittwoch, 6 Nov 2019 – Donnerstag, 7 Nov 2019

09:00 – 16:00

 

Traumatische Erfahrungen, wie Verlust und Trennung, häusliche Gewalt, emotionaler und sexueller Missbrauch, medizinische Eingriffe sowie auch Krieg und Flucht, können vielfältige Auswirkungen auf das Verhalten und die Entwicklung von Kindern haben, welche auch im Kita-Alltag spürbar werden. Dies stellt die Fachkraft vor besondere Herausforderungen. Das Verhalten der Kinder ist oft schwer einzuordnen, sie brauchen mehr Aufmerksamkeit, Zuwendung und Zeit und auch in der Dynamik der Kindergruppe ist die Problematik oft spürbar. Neben den Kindern sind oft auch ihre Eltern und Familien betroffen – sei es von traumatisierenden Ereignissen selbst oder von den Auswirkungen und Umständen der Traumatisierung des jeweiligen Kindes. Dies erschwert zusätzlich die Elternarbeit und legt eine intensive Betreuung und Begleitung der ganzen Familie nah. Auch die Abschätzung des Risikos einer möglichen Gefährdung des Kindeswohls und die Einleitung eventuell nötiger Schritte ist Aufgabe der pädagogischen Fachkraft in der Kindertageseinrichtung. Neben all den Anforderungen, die das Thema an sie stellt ist es besonders wichtig, die eigene Psychohygiene zu beachten und für sich selbst zu sorgen.


Die Fortbildung vermittelt Basiswissen zu Auslösern und Anzeichen von Traumatisierungen. Möglichkeiten der Stabilisierung, Begleitung und Intervention werden erarbeitet und Grundlagen der traumapädagogischen Arbeit vermittelt. Die TeilnehmerInnen erlangen mehr Handlungssicherheit im Umgang mit traumatisierten Kindern und Familien und entwickeln Ideen, wie sie ihre Einrichtung zu einem sicheren Ort für traumatisierte Kinder und ihre Familien machen können.


Referentin: Ilse Roeder-Debus, Pädagogin M.A., Verein Traumahilfe e.V

Veranstaltungsort

LAG Seminarzentrum NeueRäume
60318 Frankfurt am Main, Hessen

Teilnahmegebühr

Kosten Mitglieder
EUR 120.00
Kosten Nicht-Mitglieder
EUR 190.00