Die Landesregierung erweitert in regelmäßigen Abständen die Personengruppe, die Anspruch auf Notbetreuung hat. Vor allem Eltern mit systemrelevanten Berufen können ihre Kinder weiterhin in die Kita bringen. Die Liste der Personen, die Anspruch auf Notbetreuung hat, findet sich in der jeweils aktuellen Änderungsverordnung.

Die Anspruchsberechtigten für die Notbetreuung lassen sich grob in drei Gruppen unterteilen: Familien, in denen ein Elternteil einen systemrelevanten Beruf ausübt, berufstätige und studierende Alleinerziehende und Kinder, bei denen das Jugendamt aufgrund einer Kindeswohlgefährdungseinschätzung den regelmäßigen Besuch einer Kita empfiehlt. Erzieher*innen dürfen zudem ihre eigenen Kinder mit in die Notbetreuung bringen.

Die Landesregierung hat die Liste der systemrelevanten Berufe seit Beginn der Schul- und Kita-Schließung mehrmals erweitert. Die Auflistung findet sich auf den Seiten des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration. Hinweis: Es kommt vor, dass die Anspruchsgruppen auf der Webseite etwas zeitverzögert nach der Veröffentlichung der Verordnung aktualisiert werden.

Personengruppen mit Anspruch auf Notbetreuung

Mit der Zehnten Änderungsverordnung ist es gemäß Paragraf 2 (1) der Zweiten Verordnung zur Bekämpfung des Corona-Virus vom 13. März 2020 Kindern bis zum 7. Juni verboten, die Kindertageseinrichtung zu betreten. Das Betretungsverbot gilt nicht für Kinder,

  • deren Eltern einen Beruf ausüben, der in Verordnung aufgeführt ist. Träger können einen Nachweis verlangen. Die Liste der Berufe, die Anspruch auf Notbetreuung haben, wird fortlaufend ergänzt.
  • die von einem berufstätigen oder studierenden alleinerziehenden Elternteil versorgt werden.
  • denen aufgrund einer Kindeswohlgefährdungseinschätzung vom Jugendamt ein regelmäßiger Besuch einer Kindertageseinrichtung empfohlen wird.
  • Ab dem 25. Mai 2020 haben auch Kinder mit Behinderung Zugang zur Notbetreuung.
  • Zudem wurde eine Härtefallklausel aufgenommen. Danach gilt das Betretungsverbot nicht, wenn dieses im Einzelfall für Eltern und Kinder eine besondere Härte darstellt. Die Entscheidung darüber trifft das zuständige Jugendamt.

Erzieher*innen können zudem ihre eigenen Kinder mit in die Notbetreuung bringen.

Träger können von den Eltern einen Nachweis verlangen, dass sie zu einer der genannten Berufsgruppen zählen. Ein Formular hierfür findet sich unten im Downloadbereich.

Weitere Informationen finden sich auf einer speziellen Seite des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration über das Coronavirus.