50 Jahre Kinderladenbewegung

Eine Kooperation der Bundesarbeitsgemeinschaft Elterninitiativen e.V. (BAGE) mit
der LAG Freien Kinderarbeit Hessen e.V.
dem Dachverband Berliner Kinder- und Schülerläden e.V. (DaKS)

 

50 Jahre Kinderladenbewegung

zwischen antiautoritären Wurzeln und demokratischen Flügeln

 am 25.10.2018 um 19:00 Uhr

Festsaal im Studierendenhaus Campus Bockenheim
Mertonstraße 26, 60325 Frankfurt

 

Im Zuge der 68er-Bewegung gründeten sich Kinderläden in Frankfurt/Main, Berlin und an anderen Orten. 50 Jahre später sind Kinderläden bzw. Elterninitiativen ein fester Bestandteil der deutschen Kindertageseinrichtungslandschaft – 8 % aller Kitas sind als Elterninitiativen organisiert. Um dieses Jubiläum zu feiern, organisieren die Bundesarbeitsgemeinschaft Elterninitiativen (BAGE) und die LAG Freie Kinderarbeit Hessen im Oktober zwei Podiumsdiskussionen – eine in Berlin und eine in Frankfurt. Anknüpfend an das Jubiläum 50 Jahre ‘68 möchten wir so die Errungenschaften von Elterninitiativen sichtbar machen sowie aktuelle Folgeentwicklung und Potenziale ausleuchten.

Aus diesem Anlass beschäftigen uns Fragen wie:

  • Wieviel 1968 steckt noch in den heutigen Kinderläden/Elterninitiativen?
  • Wo sehen wir uns heute in der Tradition der frühen Kinderladenbewegung und wo nicht?
  • Warum bestehen die Läden noch, obwohl sich die gesellschaftlichen Verhältnisse doch so deutlich geändert haben?
  • Welche Wirkung auf die pädagogische Landschaft haben sie gehabt (und haben sie immer noch?)

 

Nach der Begrüßung starten wir mit einer thematischen Einführung mit Frau Prof. Dr. Meike Sophia Baader. Sie ist Mitglied im Vorstand des Instituts für Allgemeine Erziehungswissenschaft an der Universität Hildesheim und hat sich in verschiedenen Forschungsprojekten mit der Geschichte der Kinderladenbewegung auseinandergesetzt.

Den Haupteil füllt ein Podiumsgespräch mit Zeitzeugen und Menschen aus dem Hier-und-jetzt von Kinderläden und Elterninitiativen. Die Perspektiven der Kinder, Eltern und Erzieher_innen aber auch der Wissenschaft und Verwaltung werden in eine sicher anregende Diskussion mit einfließen.

 

Durch den Abend führt Christian Füller (Journalist und Autor zu bildungspolitischen Themen).

Es ist eine offene Veranstaltung, eine Anmeldung ist nicht notwendig – die Veranstaltung ist kostenfrei.

 

Zu den Personen auf dem Podium:

Wilma Aden-Grossmann ist bekannt für ihre Fachpublikationen zur Entstehung und Entwicklung der Kindertagesbetreuung. Sie ist emeritierte Professorin für Sozialpädagogik an der Universität in Kassel und Mitbegründerin der „Frankfurter Kinderschule“, dem ersten repressionsfreien Kindergarten in Deutschland.

Willi Preßmar war bis 2010 Abteilungsleiter im Frankfurter Stadtschulamt für das Arbeitsgebiet „Pädagogische Entwicklung und Förderung in den Bereichen Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflege und Schulen“ und hat jahrzehntelang die Initiierung von neuen Trägern und ihren Kindertageseinrichtungen im frei gemeinnützigen Spektrum professionell gefördert und aktiv begleitet.

Stephanie Trebeljahr und Zwen Keller arbeiten als Bezugspersonen in der Uni-Kita (e.V.) in Frankfurt-Bockenheim. Die teamgeleitete Einrichtung betreut Kinder von einem bis sechs Jahren in gemeinsamen offenen Gruppen. Aus der 1971 gegründeten Elterninitiative wurde im Laufe der Zeit eine Kindertageseinrichtung, die von den Fachkräften selbst verwaltet wird.

Hannes Lachenmair war von 1968 bis 1986 Bezugsperson in Kinderläden und im Münchner Kinderhaus. Seine Schwerpunkte Elternarbeit und Vernetzung führten später zur Mitarbeit bei den Gründungen der Verbände „Die LAGE in Bayern e.V.“ und der Bundesarbeitsgemeinschaft Elterninitiativen, BAGE e.V.

Thomas Strzalka ist Erzieher in der Kindergruppe Zauberflöte e.V., einer Elterninitiative in Osnabrück, die 14 Kinder zwischen eins und sechs Jahren gemeinsam betreut. Zudem ist er ehrenamtliches Mitglied im Vorstand der BAGE e.V. und beim Dachverband der Elterninitiativen und anderer freier Träger in Osnabrück (DEOS) e.V.

 

 

 

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