Wir bedanken uns beim Hessischen Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales (HMSI) für die Einladung zur Abgabe einer Stellungnahme zum Entwurf eines Zehnten Gesetzes zur Änderung des Hessischen Kinder- und Jugendhilfegesetzbuches (HKJGB).

Grundsätzlich begrüßen wir, dass der genannte Gesetzentwurf darauf abzielt, „die Kommunen und Träger von Kindertageseinrichtungen angesichts der bestehenden Herausforderungen dabei zu unterstützen, die Qualität in der Kindertagesbetreuung in Hessen weiterzuentwickeln, neue Fachkräfte zu gewinnen und das Betreuungsangebot auszubauen.“

Dass dies ohne Grob- und Feinjustierungen an der großen Stellschraube Fachkraftkatalog nicht gelingen kann, ist uns bewusst. Dass diese Änderungen zudem kein Selbstzweck sind, sondern insbesondere aus der Not des seit Jahren herrschenden Fachkraftmangels heraus zustande kommen, ebenfalls. Diese Konstanz des Fachkraftmangels stellt für die Akteure des Arbeitsfelds Kindertagesbetreuung eine Herausforderung dar, auf die sie realistische und langfristig tragfähige Antworten finden müssen.

Je durchdachter diese Antworten im Einzelnen ausgestaltet werden – und je besser sie im Zusammenspiel ineinandergreifen –, desto erfolgversprechender die angestrebte Zielerreichung. Vor diesem Hintergrund und den vom HMSI zur Stellungnahme vorgelegten Änderungsplänen zum HKJGB betonen wir: Die weiteren angedachten Öffnungen des Fachkraftkatalogs werden zu noch vielfältigeren und multiprofessionelleren Team-Zusammensetzungen führen. Diese brauchen aus unserer Sicht vor allem zweierlei:

  • Eine langfristige, finanziell abgesicherte – und damit planbare – Begleitung, zum Beispiel durch Fachberatung.
  • Die Förderung einer passgenauen Praxisanleitung für hinzukommende Personenkreise.

Darüber hinaus haben wir die konkret geplanten Änderungen des HKJGB in der unten zum Download bereitgestellten Stellungnahme im Detail kommentiert. Viel Spaß beim Lesen!

Zur LAG Stellungnahme