In einem offenen Brief aus dem LAG-Mitgliederkreis an die Politik und Verwaltung von Frankfurt fordern die unterzeichnenden Träger die Stadt auf dem zunehmenden Fachkraftmangel entschlossen entgegenzutreten. Dabei sei vor allem die Konkurrenzsituation um Erzieher_innen zwischen kommunalen, kirchlichen und freien Trägern abzubauen – alle Fachkräfte sollten in ganz Frankfurt dieselben Arbeitsbedingungen vorfinden.

Im Anschreiben „Es brennt noch nicht – aber es schwelt gehörig“, das die LAG Freie Kinderarbeit für 15 ihrer Mitgliedsorganisationen mit über 4.500 zugehörigen Betreuungsplätzen weiterleitet, wird auf die vielerorts prekäre Situation in Krippen, Kitas und Horten in der Main-Metropole hingewiesen. Es herrscht eine Mangelsituation auf dem Arbeitsmarkt, die zu steigender Konkurrenz zwischen den Trägern führt. Dies geht oftmals zu Lasten der freien Träger, da diese bislang keinen Zugang zu attraktiven Angeboten wie dem Jobticket oder dem kommunalen Wohnungsbau haben. Mit der konkreten Forderung, diese Ungleichbehandlung zu beenden sowie weiteren Ideen, wie mehr Fachkräfte gewonnen werden können, wenden sich diese Träger deshalb an die Öffentlichkeit.

 

„Es brennt noch nicht – aber es schwelt gehörig“ (PDF) – Offener Brief freier Träger von Kindertageseinrichtungen zum Fachkraftmangel an die Stadt Frankfurt im September 2018

Frankfurter Rundschau – Sandra Busch zum offenen Brief der freien Träger: „Erziehermangel in Frankfurt“ vom 28. September 2018