Der Personalmangel in Kitas ist und bleibt ein Problem. Viele Stellen bleiben bei unseren Frankfurter Mitgliedern über Wochen und Monate unbesetzt, da es zu wenig qualifiziertes Personal gibt. Auf den Personalmangel reagieren Träger mit reduzierten Öffnungszeiten, trotz der Ankündigung des Landes Hessens, dass Kitas nach den Corona-Beschränkungen in einen Regelbetrieb übergehen. Mit dieser Maßnahme wollen die Träger gewährleisten, dass das bestehende Personal in den Kita-Gruppen arbeitsfähig ist. In Frankfurt haben wir unsere LAG-Mitglieder gefragt, wie viele ihrer Einrichtungen von einer Reduzierung der Öffnungszeiten betroffen sind.

Das Land Hessen hat die meisten Corona-bedingten Einschränkungen für Kitas aufgehoben, die sich unter anderem auf den Umfang der Kita-Öffnungszeiten ausgewirkt hatten. Trotz der Lockerungen ist es vielen Einrichtungen nicht möglich, die maximale Betreuungszeit wieder anzubieten. Dies ist einem Personalmangel geschuldet, der zum einen auf einen hohen Krankenstand zurückzuführen ist. Er fußt zudem auf einem Fachkraftmangel, der in der Kindertagesbetreuung seit einigen Jahren herrscht.

Vierzehn von sechzig Frankfurter LAG-Mitglieder haben auf unsere Abfrage zu reduzierten Öffnungszeiten aufgrund von Personalmangel reagiert. Acht der Träger haben die Öffnungszeit reduziert.

Stand Einrichtungen mit reduzierter ÖffnungszeitAnzahl betroffener BetreuungsplätzeAnzahl betroffener Träger
13. Juli 202113454078
351 Einrichtungen mit 13 829 Betreuungsplätzen von 60 Trägern befinden sich in Frankfurt in unserer Mitgliedschaft.

Pädagogische Qualität braucht ausreichend Fachkräfte

Wenn Einrichtungen ihre Öffnungszeiten reduzieren, tun sie dies mit Blick auf das Wohl der Kinder. Nur mit ausreichender Anzahl an Fachkräften lässt sich ein qualitativ hochwertiger Betreuungsauftrag erfüllen, die gesetzlichen Vorgaben umsetzen und das in der Einrichtung arbeitende Personal an die Einrichtung beziehungsweise den Träger binden.

Aktuelle Zahlen im Fachkräftebarometer Früher Bildung 2021 erwartet

Das Problem “Fachkraftmangel” ist im Feld der Kindertagesbetreuung nicht neu. Das “Fachkräftebarometer Frühe Bildung“, herausgegeben von der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF), wirft seit 2014 in regelmäßigen Abständen einen Blick auf die Situation der Fachkräfte, den Arbeitsmarkt, die Erwerbssituation sowie Ausbildung und Qualifizierung. Zuletzt veröffentlichte WiFF ihre Untersuchungsergebnisse in 2019. Die LAG berichtete derzeit. Für den kommenden September ist die nächste Veröffentlichung des Fachkräftebarometer Frühe Bildung 2021 angekündigt. Interessant wird sein, ob und wie sich die Zahlen durch die Corona-Pandemie verändert haben.